Buecher/Juedische Geschichte

Buchrezension: „Patterns in Jewish History“ von Rabbi Berel Wein

B“H
Am letzten Tag von Pessach nahm ich nachmittags das Buch „Patterns in Jewish History“ von Rabbi Berel Wein zur Hand. Das Buch hat ca. 175 Seiten und als ich einmal mit dem Lesen begonnen hatte, konnte ich das Buch einfach nicht mehr aus der Hand legen. Wenn ich Punkte nach dem Amazon – System vergeben könnte, so erhielte das Buch von mir 4 von möglichen 5 Punkten.
Rabbi Wein, der in Jerusalem lebt, stellt die Frage, ob die Geschichte sich nach einem bestimmten Muster immer wieder neu wiederholt. Ob sich die Geschichte überhaupt wiederholen muss ? Die Antwort mag auf der Hand liegen, denn jeder Mensch sollte aus der Geschichte lernen. Die Mehrheit tut dies nicht, wobei auch das jüdische Volk keine Ausnahme bildet. Schauen wir, zum Beispiel, auf die Bewohner von Sodom (die keine Juden waren). Lernten die Bewohner von Sodom aus den Folgen, welche die Generation Noahs oder jene Leute, die unter Nimrod den Turm von Babylon bauten ? Tatsache war, dass die Menschen von Sodom sich genauso arrogant und unfehlbar gaben wie die Generationen zuvor.
Immer wieder verfielen die Juden im Verlauf ihrer Geschichte in den Götzendienst zurück. Und das, obwohl G – tt in der Wüste mehr als gegenwärtig war und den damaligen Juden tagtäglich Wunder zukommen liess (Beispiel: Das Manna).
Rabbi Wein diskutiert ebenso die Tatsache, dass es seit jeher unterschiedliche Gruppierungen innerhalb des Judentum gab. Gruppierungen, welche sich gegenseitig ablehnten und nicht selten bekämpften. Waren es vor ein paar Tausend Jahren noch die Hellenisten, die Sadduzäer oder die Karaiten, so ist es heute zumeist das Reform Movement. Immer wieder tauchen in der jüdischen Geschichte Bewegungen auf, die das eigentliche Judentum ausradieren wollten. Aktuell gehören dazu ebenso linksradikale Juden. Assimiliert und nicht selten hassen sie ihr eigenes Judentum.
Eine Ansicht, die ich absolut unterschreibe: Israelbesucher sollten nicht zum Jerusalemer Holocaust – Museum Yad Vashem gebracht werden, sondern stattdessen zum Tempelberg, in die Stadt des König David oder nach Hebron. Das jüdische Volk besteht nicht einzig und allein aus dem Holocaust, sondern verfügt über eine großartige biblische Geschichte.
Ein Zitat von Rabbi Wein:
„The Holocaust illustrated how necessary a Jewish state is for the survival of world Jewry. But the legitimacy of the State of Israel is completely independent of the Holocaust“.
Der Ausdruck „koscherer Antisemitismus“ gefiel mir sehr gut in dem Buch ! In der heutigen Zeit ist es geradezu in Mode gekommen, den Staat Israel zu hassen. Unzählige Deutsche haben schnell gelernt, dass sich der Antisemitismus unter dem Deckmäntelchen „Israel sei ein Apartheidsstaat“ bewuem verbergen läßt.
Der einzige Fehler, der mir im Buch auffiel befindet sich auf Seite 95. Das kabbalistische Buch ZOHAR wurde nicht im 15. Jahrhundert veröffentlicht, sondern im Jahr 1290.
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Weitere Themen, welche im Buch zur Sprache kommen: Acculturation and Assimilation, Torah Study, Women, Groupings and Movements, The Land of Israel, Messianism and Mysticism, Technology and Inventions, Customs and Traditions, Anti – semitism and Persecution, Economics, Wealth and Poverty, Health and Medicine, Rabbis, Teachers and the Lay Community, Legends, Fantasies and Falsifications.
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