Buch Esther - Megillath Esther/Gebete/Psalmen (Tehillim)/Purim/Rabbi Joseph Dov Soloveitchik

Rabbi Joseph B. Soloveitchik: „Gebet & Selbstprüfung an Purim“

B“H

In einer Woche feiert die jüdische Welt PURIM !

Laut einer rabbinischen Quelle betete Esther den Psalm 22 als sie sich auf den Weg zu König Achaschwerosch machte.
König David schrieb Psalm 22 als ein prophetisches Gebet für Israel (die Juden) im Hinblick auf dessen Befreiung aus  zukünftigen Exilen (Galut / Diaspora). In diesem gesamten Psalm wird das jüdische Volk im Singular genannt. Jeder Jude sollte diesen Psalm beten und dabei schmerzlich (vermissend) auf die großartige Vergangenheit Israels zurückblicken. Gleichzeitig sollte inbrünstig gebetet werden, dass G – tt das schmerzvolle Exil beendet.
(Quelle: Artscroll Tehillim)
Rabbi Helbo wies im Namen von Ulla Ulla auf den Psalm 30 hin. Dieser Psalm dient für den Menschen als Lektion auf G – tt zu vertrauen. Allein der Wille G – ttes bestimmt das Schicksal eines jeden Individuums.
(Rabbi Soloveitchik & Artscroll Tehillim).
Die Gemara (rabbinische Diskussionen) im Talmud Traktat Megillah 14 diskutiert die Verpflichtung, das Buch Esther (Megillath Esther) an Purim zu lesen. Dies geschieht einmal am Abend von Purim sowie am darauffolgenden Morgen. Beide Male hören wir die Megillah in den Synagogen. Dieses ist die wirkliche Mitzwah an Purim: Das Hören der Megillah !
Rabbi Joseph B. Soloveitchik kommentiert, dass die Megillath Esther (das Buch Esther) sowohl die Story uneingeschränkter menschlicher Freude als auch die Story von menschlicher Not und Elend beinhaltet. Dies ist auch der Grund, warum die Psalmen 22 und 30 auf Purim zutreffen. In Psalm 22 geht es um eine Person, welche jegliche Hoffnung verlor und sich nun verzweifelt an G – tt wendet. In Psalm Psalm 30 hingegen danken wir G – tt. Laut Ulla handelt es sich bei Psalm 30 um ein einziges großartiges Dankeslied an G – tt.
Purim ist keineswegs nur ein fröhliches Fest, an dem wir uns mit gutem Essen vollstopfen oder sich betrinkt. Rabbi Soloveitchik sieht in diesem jüdischen Feiertag ebenso einen Tag der Meditation, an dem wir uns besinnen und somit einer ernsthaften Selbstprüfung unterlegen. Heisst, wir sollten einmal in uns gehen und nach dem tieferen Sinn von Purim ins uns selbst suchen.
Wie und warum ? Das erfahrt Ihr im nachfolgenden Artikel, in dem ich von Rabbi Soloveitchiks philosophischen Grundgedanken zu Purim berichte !
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Quelle:
Days of Deliverance
Essays on Purim and Hanukkah
von Rabbi Joseph B. Soloveitchik
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