Gematria/Hebraeische Buchstaben/Kleidung/Segen

Hebräische Buchstaben und die Gematria

B“H
Die 22 Buchstaben des hebräischen Alphabet sind und bleiben einzigartig in der Welt. Keine einzige andere Sprache weist eine derartige Mystik auf. Bis heute dient jeder einzelne hebräische Buchstabe ebenso als Zahl. Das Aleph steht für eine 1 und so ziehen sich Zahlen durch das gesamte Alphabet. Ebenso werden bis heute Wochentage nach diesem Zahlensystem benannt. Yom Aleph – Yom Rischon = Sonntag. Yom Beth – Yom Scheni = Montag. Allein der Schabbat bleibt Schabbat.
Das Zahlensystem innerhalb des hebräischen Alphabets nennen wir Gematria. Die Gematria dient vorwiegend dazu, Worte oder auch ganze Sätze aus der Thora zu nehmen, die Zahlenwerte der jeweiligen Buchstaben zusammenzuzählen und mit ähnlichen oder gleichen Zahlenwerten zu vergleichen. Ergeben sich gleichwertige Zahlenkombinationen, so kann es sein, dass diverse Worte oder Sätze miteinander in Verbindung stehen.
Ein kleines beliebtes Beispiel:

Amalek – עמלק hat einen Zahlenwert von 240.

Safek – ספק besitzt ebenso einen Zahlenwert von 240.

Amalek, den Feind der Juden, kennen wir alle aus der Thora. Der Zahlenwert 240 gibt sich aus seinem Namen wie folgt:
ע = 70
מ = 40
ל = 30
ק = 100
Das hebräische Wort SAFEK bedeutet ZWEIFEL. Amalek, der Feind der Juden, und gleichzeitig eine Metapher für die negative Seite in uns selbst, hängt also irgendwie mit ZWEIFEL zusammen. Wie ? Indem unsere eigene negative Seite in uns Zweifel aufkommen läßt. Vielleicht Zweifel an der Thora, an G – tt und allem, was damit zusammenhängt.
Der Zahlenwert 240 ergibt sich aus dem Wort SAFEK wie folgt:
ס = 60
פ = 80
ק = 100
Allerdings beschränkt sich die Mystik der hebräischen Buchstaben nicht nur auf die Gematria und die damit verbundenen Zahlenwerte allein. Hinzu kommen noch Form und die nur in richtigen Thorarollen einzusehenden Zusatzzeichen wie Tagin (Kronen). Aber dazu mehr in einem weiteren Artikel !
Noch eine kleine Anmerkung nebenbei:
Wenn sich ein Jude neue Kleidung kauft, so sagt er gewöhnlich den Schehecheyanu – Segen darüber. Kauft man sich jedoch neue Schuhe, so wird der Segen ausgelassen und was wir stattdessen machen ist, den Namen Amalek mit dem Finger auf die Schuhsohle zu schreiben. Nicht richtig zuschreiben, sondern mit dem Finger nachzuziehen bzw. anzudeuten.

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