Buecher/Der Kuzari

THE KUZARI – Englische Übersetzung von Rabbi N. Daniel Korobkin

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Photo: Miriam Woelke

B“H

Inwieweit deutsche Übersetzungen des Buches DER KUZARI qualitativ hoch oder niedrig sind, kann ich nicht beurteilen. Wenn ich jüdische Literatur lerne, so findet dies ausschliesslich auf Hebräisch oder Englisch statt. Aber selbst auf dem englischsprachigen Markt herrschte ein Mangel an guten authentischen DER KUZARI Übersetzungen, bis Rabbi N. Daniel Korobkin seine Übersetzung publizierte. Nicht nur eine starre Übersetzung, sondern zusätzlich gespickt mit Kommentaren und Quellenangaben.

Wenn ich auf meinen Blogs Bücher empfehle, so aus dem Grund, weil ich sie selbst lese und kaufte. Bezahlt werde ich von den Buchautoren nicht.:-)

THE KUZARI von Rabbi Korobkin ist ein dicker Schinken (670 Seiten) und nicht ganz billig bei der Anschaffung. Circa 180 – 200 Schekel (ca. 40 Euro) muss man in einer relig. israelischen Buchhandlung einplanen. Ich bekam meine Ausgabe um ein Vielfaches billiger, aber nur, weil das Hardcover beschädigt ist.

Allein eben mal so den KUZARI lernen, das geht nicht. Ein Rabbiner oder ein erfahrener Lehrer müssen anwesend sein. Ich selbst lerne den KUZARI zweimal die Woche und das mit Rabbi Chaim Eisen. Jeden Sonntag abend online und mitte der Woche bei der OU (Orthodox Union) in Jerusalem. Rabbi Eisen ist ein absoluter Spezialist, wenn es zum KUZARI, dem Rambam (Maimonides) oder den Ramban (Nachmanides) kommt.

Der Unterricht findet in englischer Sprache statt und wer will, der kann sich HIER kostenlos registrieren und jeden Sonntag abend um 18.00 Uhr (israelische Zeit) mitmachen.

Das Buch DER KUZARI aus dem 12. Jahrhundert ist heute noch genau so aktuell wie vor all den Hunderten von Jahren. Immer noch kämpft das Judentum gegen die Abwanderung von Juden aus ihrer eigenen Religion. DER KUZARI erklärt in einer Frage / Antwort Form die Grundsätze des Judentums. Der Autor, Rabbi Yehudah HaLevi, verfasste das Buch in arabischer Sprache für die seinerzeit lebenden Juden in Spanien. Die damalige Landessprache Spaniens war Arabisch und Rabbi Yehudah versuchte, die jüdische Identität der Juden zu stärken.

Eigentlich passt das Thema sehr gut zum bevorstehenden Chanukkah, denn auch dort geht es um das Judentum und die Identität der Juden.

Wie ich bereits eingangs erwähnte, kommt es stets auf die Qualität der Übersetzung eines Buches an. Rabbi Yehudah HaLevi schrieb sein Buch auf Arabisch und der Erste, der sich daran machte, den Text ins Hebräische zu übersetzen, war Rabbi Yehudah ibn Tibon. DER KUZARI wurde im Jahr 1167 niedergeschrieben und Rabbi Tibon nahm seine Übersetzung 30 Jahre später vor. Eine wortwörtliche Übersetzung und die beste, die wir haben. Die englische Fassung des Rabbi Korobkin basiert auf dem hebräischen Text des Rabbi Tibon. Gerade das macht sie ziemlich authentisch.

Ich bewundere Rabbi Yehudah HaLevi sehr, denn er publizierte seine Meinung so wie sie war. Ohne jede „political correctness“. Wenn es zum Thema THORA kam, kannte er keinerlei Kompromisse und Anbiederungen.

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